Begriffe

Typische Begriffe, Bezeichnungen und Bräuche im Karneval

Kalte Ente (Autor: Hans-Joachim Brüggemann)

Die Kalte Ente ist kein Überbleibsel vom weihnachtlichen Buffet, sondern ein vie geordertes Mixgetränk in der kölschfreien Zone „Saal“: Eine Karaffe mit Wein und Sekt unter einer aufgegabelten Zitrone.

Kamelle

Süßigkeiten, die im Zug geworfen werden. Früher war es das klassische Karamellbonbon. Inzwischen fliegt alles - vom Kaubonbon bis zur Pralinenschachtel.

Karnevalslieder

Was wäre Fastnacht und Karneval ohne Musik und Gesang! Auf allen Fastnachtssitzungen und Karnevalsumzügen ertönen bekannte Melodien. Viele Karnevalslieder sind zu regelrechten Ohrwürmern geworden. Wer kennt nicht solche Karnevalsschlager wie, „Am Rosenmontag bin ich geboren“, „Einmal am Rhein“, „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ oder auch aktuellere Titel wie „Echte Fründe“, „Die Karawane zieht weiter“ und viele mehr.

Karnevalist

Der auftretende Künstler, nicht der feiernde Jeck. Früher kamen sie aus den eigenen Reihen der Gesellschaften und bekamen für ihren Auftritt nur einen Orden. Im Laufe der Zeit veranstalteten immer mehr Vereine und Gesellschaften aus Kirche oder Sport Sitzungen, dass immer mehr bezahlte Redner in den Vordergrund traten.

Karnevalstermine

Eröffnung: Der Karneval wird traditionell am 11.11. um 11 Uhr 11 auf dem Alter Markt eröffnet. Damit beginnt die sogenannte fünfte Jahreszeit, die für einige Karnevalsjecken die lange Durststrecke im Sommer endlich beendet. Ab dem 11.11. laden hunderte von Sitzungen das Publikum zum Lachen, Singen und Feiern ein. Es gibt gemischte, sowie reine Damen- und Herrensitzungen, Kinder- und Vereinssitzungen. Der Straßenkarneval beginnt zwar erst etwa drei Monate später, trotzdem wird am Tag der Eröffnung auch auf der Straße und in den Kneipen der Innenstadt kostümiert gefeiert.

Weiberfastnacht / Wieverfastelovend

Donnerstag, wird der Straßenkarneval eröffnet. Auf dem Alter Markt findet dazu die größte Freiluftsitzung statt, die schon morgens um 9 Uhr beginnt. Um elf Uhr kommt das Dreigestirn auf die Bühne, der Prinz hält eine Ansprache und die Stadt Köln übergibt ihm für die „Tollen Tage“ die Schlüssel der Stadt. Ab 11 Uhr 11 wird dann in der Stadt den ganzen Tag und die ganze Nacht auf den Straßen, in den Kneipen und in den Büros gefeiert.

Freitag und am Nelken-Samstag

Wird abends in den Kneipen gefeiert, wobei man auch unbedingt die Kneipen aufsuchen sollte, in denen kölsche Karnevalsmusik gespielt wird, um das spezielle Flair mitzubekommen. Am Samstag findet abends eventuell der alternative Geisterzug statt. Leider sind die Veranstalter seit dem letzten Jahr in Geldnot. Mit Glück kann man wie die letzten Jahre als Geist oder dunkle Gestalt durch die Straßen ziehen, spontan und ganz ohne vorherige Anmeldung. Aber in diesem Jahr scheint der Geisterzug stattzufinden (siehe unser Programm für Samstag!).

Sonntag

Finden die Schull- und Veedelszöch (Schul- und Stadtteilzüge) statt, die ab 11 Uhr 30 durch die Stadt ziehen. Sie nehmen den gleichen Weg wie der Rosenmontagszug. Hier werden zwar keine Kamelle geworfen, aber die phantasievollen Kostüme der Schulgruppen locken auch so die Menschenmengen an den Zugweg. Wer von Karnevalsumzügen gar nicht genug bekommen kann, kann sich auch an jedem Tag einen Zug angucken, denn in fast allen Stadtteilen und umliegenden Dörfern werden Umzüge durchgeführt.

Rosenmontag

Ist neben Weiberfastnacht ein Höhepunkt des Straßenkarnevals. Der berühmte Rosenmontagszug geht um 11 vor 11 los und braucht für den 6,5 Kilometer langen Weg etwa vier Stunden. Die Zuschauer können dem Zug über drei Stunden zuschauen. Stunden, bevor er kommt, stehen einige Jecke schon am Straßenrand, mit Campingstühlchen, Proviant und Kölsch ausgestattet. Zur Musik aus den mitgebrachten Kassettenrekordern schunkelt man sich warm. Tip: mit so vielen Freunden und Bekannten wie möglich zum Zug gehen. So vergeht die Zeit am Zugweg wie im Fluge, man trinkt, tanzt und schunkelt, und bekommt, im besten Fall, vom Zug selbst gar nicht so viel mit. Wer zum ersten Mal dabei ist: Tüte für die Süßigkeiten mitbringen.

Veilchendienstag

Nach dem anstrengenden Montag, an dem die meisten Kölner frei haben, ist am Dienstag wieder ein relativ ruhiger Tag. Abends muß man aber noch zu einer Nubbelverbrennung gehen. Der Nubbel ist eine lebensgroße Strohpuppe, die während der Karnevalstage über vielen Kneipen hängt. Er muß für alle Sünden büßen, die während der tollen Tage begangen wurden und wird unter großem Wehklagen, Beschimpfungen und dem Singen von fröhlichen Karnevalsliedern gegen 0:00 Uhr verbrannt. Anschließend strömt das Volk in die Kneipen, um den letzten Karnevalstag der Session gebührend ausklingen zu lassen.

Aschermittwoch

Am Aschermittwoch ist alles vorbei, und beim traditionellen Fischessen wird der Kater bekämpft.

Klüngel

Der kölsche Klüngel ist berühmt berüchtigt. Das Wort kommt ursprünglich von Knäuel. Konrad Adenauer erklärte den Klüngel so: „Man kennt sich und man hilft sich.“

Kartenbus

Umgebauter Bus, der in der Session auf dem Neumarkt steht. Hier verkauft das Festkomitee Karten für alle Veranstaltungen, der dem Festkomitee angeschlossenen Gesellschaften und für die Tribünen für Rosenmontags - und Schull- und Veedelszöch. Karten gibts außerdem an Theaterkassen oder in der Geschäftstelle der jeweiligen Gesellschaft.

Kölsch un Köbes

Kölsch ist alles: Sprache, Gemöt un Geblöt und vor allem ein herrliches obergäriges Getränk. Nichtkölner bezeichnen es als herbes, aus Stangen getrunkenes Gesöff, dem man erst nach einiger Zeit Geschmack abgewinnen kann. Aber dann....!! Der Köbes, hin und wieder noch in kölschen Brauhäusern anzutreffen, ist eine „Versorgungseinrichtung“ ganz besonderer Art. Gastfreundlichkeit nimmt er sehr wörtlich – der Gast hat ihn immer zu hofieren und ihm gegenüber aufmerksam und freundlich zu sein. Dafür bekommt er dann auch das „Kölsch“ als Nachschub. Wird ein anderes Getränk bestellt, erntet der Gast mitunter nicht nur ablehnendes Kopfschütteln, sondern er hat nach einiger Zeit das komische Gefühl, gar nicht anwesend zu sein. Der Köbes übersieht ihn einfach!

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